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Chemielaborant/ -laborantin

Fast zwei der insgesamt drei Ausbildungsjahre sind der zentralen Ausbildung gewidmet. Labortechnische Grundlagen, quantitative Analyse, Herstellung von anorganischen und organischen Präparaten, qualitative Analyse und physikalisch-chemische Bestimmungen werden im Chemieausbildungslabor vermittelt.

Im Physikausbildungslabor lernen sie physikalische Messtechnik in Mechanik, Kalorik, Optik und Elektritzitätslehre. Chemielaboranten lösen Aufgaben zur Analytik und Synthese in allen Industriezweigen in Produktions-, Forschungs- und Entwicklungslabors und im Technikum. Sie sind in erster Linie Mitarbeiter des Chemikers und müssen in der Lage sein, präparative Arbeiten, Analysen, Untersuchungen oder Betriebsproben unter selbständiger Wahl der geeigneten Hilfsmittel auszuführen, die Ergebnisse ihrer Arbeiten auszuwerten und Berichte darüber anzufertigen. Die aufwändigen Geräte und Einrichtungen sowie der Umgang mit Chemikalien erfordern ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt und Geschick.

Eingangsvoraussetzungen

Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben. Von den Ausbildungsanfängern und Ausbildungsanfängerinnen des Jahres 1999 besaßen knapp über die Hälfte einen mittleren Bildungsabschluss. Ein geringer Anteil von 3 Prozent hatte einen Hauptschulabschluss und etwas mehr als 40 Prozent konnten die Fachhochschulreife bzw. allgemeine Hochschulreife vorweisen.

Was kann ich im Anschluss machen?

Durch die bestandene Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer erhält der ehemals Auszubildende den Facharbeiterbrief.
Nach erfolgreicher Abschlussprüfung können Chemielaboranten ihre Tätigkeit in Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionslaboratorien der Industrie, an Hochschulen, in chemischen Forschungsstätten und in Untersuchungsstellen ausüben. Chemielaboranten haben gute berufliche Chancen in Laboratorien der verschiedenen Indu-striezweige, der Forschungszentren und Einrichtungen zum Umweltschutz. Sie können sich zum Chemietechniker oder Umweltschutztechniker weiterbilden oder - nach Erlangen der Fachhochschulreife - an einer Fachhochschule Chemie-Ingenieurwesen studieren.

Stundentafel / Ausbildungsjahr

1

2

3-4

Berufsbezogener Lernbereich

   

Wirtschafts- und Betriebslehre

4

2

6

Labortechnik

8

0

0

Analysetechnik

2

6

4

Synthesetechnik

2

5

6

Anwendungs- und Produktionstechnik

0

3

0

Berufsübergreifender Bereich

   

Deutsch/Kommunikation

0-1

0-1

0-1

Religionslehre

0-1

0-1

0-1

Sport/Gesundheitsförderung

0-1

0-1

0-1

Politik/Gesellschaftslehre

0-1

0-1

0-1

Differenzierungsbereich

0

0

0

Wochenstunden

16

16

16